Kinderballett

Wenn sogenannte Bal­lett­­fach­schu­­len müde lächelnd auf Vereine herabsehen, die das Kind als Ganzes sehen, pädagogisch fördern und ein physisches wie psychisches Leistungsspektrum und -profil erarbeiten, so erhebt sich doch die Frage, für wen das Ganze und zu wessen Gunsten? Wichtig ist jedoch, daß eine Trainerin wie Tanja Palamarjuk auf die individuellen Belange der Kinder eingeht, um so erst einmal die Kinder allgemein zu fördern und gleichzeitig besondere Talente zu erkennen.

Das Training selbst ist so ausgerichtet, daß körperliche Schäden und irreparable Haltungsschäden ausgeschlossen sind. Die fundierte Ausbildung der Trainerin und ihre Praxis sprechen für die Ausbildung in „Joy of ballet”. Als versierte Choreographin ergeben sich darüber hinaus neben der gezielten Ballettausbildung auch umfangreiche musische Äquivalente. Die gezielte Ballettausbildung beginnt um das fünfte Lebensjahr, je nach Entwicklung eines Kindes.

Mit der Erfahrung und dem Verantwortungsbewußtsein der Trainerin werden die Kinder Stück für Stück mit den eigenen anatomischen Fragen vertraut gemacht und gleichzeitig an die hohen technischen Anforderungen herangeführt, zu denen auch das musikalische Spektrum gehört.

Alles in allem ist eine solche Ausbildung durch die Klassik geprägt. Vielfach werden Grenzen überschritten, von denen das Kind selbst noch nichts wußte. Ausgeprägte Pro­fessionalität und Musika­li­tät führen zu einem Ein­fühlungsvermögen, welches in der Ausbildung eine der wichtigen Grund­vor­aussetzungen darstellt und im Training, sprich im Alltag, bei der Bewälti­gung von Aufgaben, aber auch Erfolg, hilft.

Unversöhnlich standen sich lange Zeit Moderne und Klassik gegenüber. Es ging um mehr als nur eine Weltanschauung, denn die Moderne griff unverblümt nach klassischen Bestandteilen und kennt bis heute noch keine Beschrän-kungen in Ausdrucksform und Choreographie. Während die einen eine erstarrte Kunstgattung in der Klassik sahen, konterte die Klassik mit Begriffen wie „oberflächlich, ausdrucksflach”. Während der freie Tanz heute seine Stelle fest behauptet und zweifelsohne weitläufig ausbaut, ist auch Bewegung in die früheren feststrukturierten Klassiker gekommen.

Doch dieser Ausblick auf eine Profikarriere soll hier nur am Rande erwähnt sein. Gefördert werden soll hier Spaß am Ballett und die positive Erfahrung eines selbstdisziplinierten Körpers.

Doch der ist nicht das Einzige. Das Training an der Stange schärft den Blick zur Selbstkritik. Oberflächliches „Mal-darüber-hinwegsehen” läßt schon nach wenigen Stunden die eigene Kri-tikfähigkeit nicht mehr zu. So entstehen selbstkritische Kinder mit einem Abschätzungs­ver­mö­gen der eigenen Lei­stungs­fähigkeit. Geist und Körper arbeiten harmonisch zusammen. Aus­drucks­stärke und Selbst­bewußtsein prägen die kindliche Entwicklung bis zum Erfolg.