Der Trainingsalltag

Nach einem etwa zehnminütigen Aufwärmtraining beginnt die Arbeit an der Stange. Die Stange, auch Barré genannt, befindet sich an jedem Ort, wo Ballettänzer üben und dient als Stütze. An ihr werden die Posi­tionen und die verschiedenen Bewegungen des klassischen Balletts, „Pliés”, „Battements”, „Ronds de jambe”, „Penchés” und „Cambrées”, um nur einige zu nennen, geübt.

Nach der Arbeit an der Stange folgt die Raum­arbeit. Diese ist deshalb so wichtig, weil Tanz aus einer Aufteilung bestimmter Bewegungsabläufe auf einer vorgegebenen Fläche besteht und der Schüler es daher lernen muß, im Übungsraum selbst zu tanzen.

Zu den Übungen im Raum gehören die sogenannten „Adages” (Schritte) und die fünf Haltungspositionen „Croisé”, „Ouvert”, „En face”, „Écarté” und „Éffacé” mit ihren zahlreichen Varianten.
Die vielfältigen Schritte, Drehungen und Sprünge des klassischen Balletts lernen die Schüler erst nach und nach, da nur ein langsames Steigern der Schwierigkeitsstufen den Schülern hilft, ein Gefühl für ihren Körper zu entwickeln und sich an die Bewegungsabläufe zu gewöhnen.

Zum Abschluß wird noch ein kleiner Tanz geübt, in dem die Schüler auch die vorher eingeübten Schritte praktisch anwenden können. Nach einer Stunde verabschieden sich die Schülerinnen mit der „Révérence” von ihrer Lehrerin.