Der Mediziner

Eine entscheidende Förderung des Kindes ist durch ein gezieltes Haltungstraining gegeben. Das Ballett-Training kann ein wesentlicher Faktor für die Haltung werden. Moti­vierend zum Ballett-Training bzw. zur Trainingsstunde wirken Freude am Erfolg als Ansporn zur freiwilligen Haltungs­korrektur und des Bewegungsablaufes auch im alltäglichen Bereich. Dadurch kommt es zu einer Verstärkung des Therapieffektes.

Konsequentes Training der langen Rückenstrecker in Kom­bination mit der gleichen Trainingsintensität der kleinen Stell­muskeln der Wirbelsäule bewirken eine bleibende aufgerich­tete Haltung des Kindes. Der konzentrierte Bewe­gungsablauf zur klassischen Musik, ein nicht nur physisches Trai­ning, prägt die Psyche mit; es entwickeln sich ausgeglichene und ausgeprägte Persönlichkeiten.

„Das Ballett-Training schließt gleichfalls Ober­schenkel, Arm- und Schultermuskulatur mit ein, so daß ein flüssiger Bewegungsablauf der Extremitäten auch bei angespannter, aufgerichteter Wirbelsäule erlernt wird. Dadurch wirken im Alltagsbereich, trotz aufgerichteter Körperhaltung, die Bewegungsabläufe harmonisch: Haltungsschäden werden vermieden, die bedingt durch das ausgeprägte Längenwachstum der Kinder scheinbar unvermeidbar sind. Die allgemeine Ausgangssituation eines Kindes wird dadurch wesentlich verbessert, was sich letztlich in einer Konzentrationsstärkung und besonderer Ausge­gli­chenheit ’bezahlt’ macht.”